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Haarwäsche aus der Dose: Trockenshampoos im Test

Wenn die Zeit drängt..

.. ist vor allem für die Haare schnelle Hilfe vonnöten – schließlich werden die vom Gegenüber neben Gesicht und Klamotten als Erstes wahrgenommen.

Als Trockenshampoos  in den Regalen noch kein Revival erlebt hatten, verwendete ich mit 13, 14 und auch danach noch ersatzweise immer normalen Babypuder:  etwas aufstäuben, kurz einwirken lassen und wieder ausbürsten. Der Puder gibt einem natürlich nicht das Gefühl (geschweige denn den Schwung) frisch gewaschener Haare, macht aber doch einen wahrnehmbaren Unterschied in der Optik.

Heute gibt es sie wieder in jeder Drogerie, und ihren manchmal zweifelhaften Ruf haben sie nicht verloren. Das erste Trockenshampoo kam 1928 in kleinen Streudöschen auf den Markt und war entweder heißgeliebt, weil es so mancher Frau den Tag rettete – oder verhasst, weil es dem Haar den Glanz raubte und es stumpf wirken ließ.

Zu gewissen Bedenken („Die Haare werden davon gräulich und man sieht 50 Jahre älter aus“) kann ich persönlich nur sagen: so ein Produkt ist mir bisher nicht untergekommen. Allerdings hätte ich auch kein Problem damit, wenn dem so wäre: wer seine Haare in einer Asch-Nuance trägt, kennt das Problem mit dem unerwünschten Gold- oder Rotschimmer und kann vielleicht nachvollziehen, was ich meine – Trockenshampoos können hier eine nette Unterstützung zum Grau-Shampoo sein. Auch andere Vorurteile („Zu faul zum Haarewaschen?“ und andere „ungepflegte“ Kommentare) kann man getrost ignorieren. Ich verwende Trockenshampoos einfach an einem stressigen Tag – abends wird es ausgewaschen.

Im Gegensatz zum alten Konzept der „Haarpuder“ versprechen die Hersteller heute noch einige zusätzliche Benefits: die Produkte sorgen für mehr Griff und Volumen, und getönte Varianten sollen bei gefärbten Haaren nicht nur das Fett bändigen, sondern auch noch einen herauswachsenden Ansatz optisch kaschieren. Doch welche taugen etwas und welche bewirken eher ein Desaster? Das habe ich für euch getestet!

Swiss-O-Par Frottee

frottee

Der Klassiker. Die Haare duften zart blumig-pudrig und fallen fluffig über die Schultern. In der ersten Tageshälfte kann man noch ein recht unbeschwertes Gefühl genießen, gegen Nachmittag allerdings lässt der Effekt nach und die natürlichen Öle setzen sich wieder durch. Man glänzt zwar nicht, doch Schwung und Volumen lassen merklich nach. Hochsteckfrisuren sehen ein wenig „zerfallen“ und strähnig aus. Immerhin bleibt das Haar locker und leicht kämmbar. Wer jedoch direkt nach der Arbeit nochmal auf die Piste möchte, muss eventuell nachsprühen.

Balea

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Stichwort: Desaster aus der Dose. Schon beim Aufsprühen bemerkt man den sehr geringen Stärke-Gehalt und hat nicht wirklich das Gefühl, dass irgendetwas aufgesogen wird und ausgebürstet werden kann. Stattdessen wirken meine Haare nach der Behandlung noch platter als zuvor. Es kommt kein Volumen zustande, dafür hat man das unerträgliche Gefühl eines Build-Ups, falls es so etwas bei Trockenshampoo gibt. Zu allem Überfluss werden die Haare im Laufe des Tages auch noch strähnig, durch den Alkoholgehalt (dessen Wirkung von der enthaltenen Stärke eigentlich gebremst werden sollte) gleichzeitig trocken und schwerer kämmbar. Besenlook? Definitiv nicht schön. Auch wenn ich Balea sonst schätze, fällt mir zu diesem Produkt nur eins ein: nein danke!

Schauma Cotton Fresh

cottonfresh

Ich liebe den Duft des normalen Cotton Fresh-Shampoos, warum also nicht auch mal die Trockenvariante testen? Dieses Produkt belegt souverän den zweiten Platz in meinem Ranking. Es sorgt für langanhaltende Geschmeidigkeit, duftet wunderbar und hat eine leichte Push-Up-Wirkung auf die Haare. Bis in den späten Nachmittag hinein bleibt das Wohlfühl-Gefühl erhalten, und auch danach fällt nicht sonderlich auf, dass die Haare nicht gewaschen wurden. Der morgens drapierte Dutt sieht am Ende des Tages noch recht passabel aus. An diesem Produkt gibt es nichts auszusetzen – ich wünschte nur, dass der Duft länger halten würde.. 😉

Batiste

batiste

Die erste Marke, die ich getestet habe – und der ich bis heute durchgehend treu bin. Die Produkte von Batiste sind stärketechnisch etwas „schwerer“ als die Konkurrenten im Regal. Abgesehen vom netten Verpackungsdesign und einer respektablen Auswahl an verschiedenen Düften (es gibt – zumindest online – fruchtig, blumig, tropisch, würzig und orientalisch parfümierte Varianten) und Zusatzeffekten (XXL-Volumen, Ansatzkaschierung), verspricht der Hersteller hier nicht zu viel. Der Frisch-gewaschen-Look und ebenso das Frische-Feeling halten lange an. Im Laufe des Tages vergisst man einfach, dass der Kopf schnellstmöglich unter die nächstgelegene Dusche möchte. Auch in Sachen Griffigkeit und Volumen schneidet Batiste super ab. Bis zum Abend bleibt ein Grundvolumen erhalten. Selbst nach längerfristigem regelmäßigen Gebrauch stelle ich keinen austrocknenden Effekt oder eine Veränderung der Haare fest. Zugute halten muss man Batiste außerdem noch, dass die verschiedenen Düfte auch in Reisegrößen angeboten werden – ideal zum Ausprobieren und für Unentschlossene. Klare Kaufempfehlung! 🙂

Liebe Grüße,

Luna

 
PS: Da meine Cam heute den Geist aufgegeben hat, ich den Artikel aber unbedingt posten wollte, musste ich mich leider einmalig anderweitiger Bildquellen bedienen. 😦
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Ab ins Täschchen: Sommer-Must-Haves

Hey ihr Lieben,

und plötzlich wird es doch noch Sommer – aber so richtig.. auch, wenn es gerade heute wieder regnet. Allerhöchste Zeit also, euer Travel-Kit neu zu bestücken und / oder einige Dinge auszutauschen, falls ihr es noch nicht getan habt! Die Klassiker Blotting Papers und ein erfrischendes Bodyspray sollten in keiner Tasche fehlen. Hier sind meine Beauty-Begleiter für diesen Sommer sowie ein paar Tipps und Tricks, damit das MakeUp der Hitze ein Schnippchen schlägt.

La Roche-Posay Anthelios XL LSF 50+ Fluid

laroche

Es darf wieder geblockt werden! Das ultraleichte Gesichtsfluid von La Roche-Posay schützt bestens vor UVA- und UVB-Strahlen, pflegt die Haut samtweich und eignet sich hervorragend als Base, falls ihr euch trotz Hitze doch noch ein wenig schminken wollt.

Tipp: mit BB-Cream oder einer leichten, wasserbasierten Foundation vermischen und einfach mit den Fingern auftupfen – für einen frischen, natürlichen Sommerlook.

Skin79 Diamond Collection UV Screen Beblesh Pact (BB-Kompaktpuder)

skin79-puder

Diesen Puder wollte ich eigentlich zuerst in einem Haul vorstellen, aber ich konnte nicht widerstehen, ihn schon ein wenig zu testen (der Haul kommt trotzdem noch ;)). Mit seinen dekadenten Inhaltsstoffen aus Amethyst-, Rubin- und Diamantpuder (!) schenkt der Puder ein langhaftendes, samtig-seidiges Finish, absorbiert überschüssige Öle und gibt der Haut einen transparenten und edlen Look. Zusätzlich schützt er noch mit LSF 22.

Tipp: auch der leichter erhältliche Manhattan Soft Matte Loose Powder leistet sehr gute Dienste in Sachen Fixierung, Haltbarkeit und Mattieren – allerdings ohne LSF.

Alverde Fixierendes Spray

fixspray

Ein Review zu diesem Spray gab es hier schon einmal – ich finde es nach wie vor ganz gut, habe nicht wirklich etwas daran auszusetzen (außer vielleicht, dass die Wirkung ein wenig länger halten könnte) und werde es deswegen auch nachkaufen. 😉

Tipp für eine wirklich starke Fixierung: mit dem Puderpinsel (ohne neuen Puder aufzunehmen) über das vom Spray noch leicht feuchte Gesicht tupfen, vorzugsweise in der T-Zone.

Maybelline Falsche Wimpern Volum‘ Express Mascara (dunkelbraun)

volumexpress

Selbst bei mittleren Haut-/Haartypen kann schwarze Mascara, besonders wenn man gerne viel davon aufträgt , im grellen Sonnenlicht zu harsch, schwer und kontrastreich wirken. Eine (dunkel)braune Mascara wirkt viel natürlicher und stiehlt einem sommerlichen AMU nicht zu sehr die Show.

Tipp: für besonders gleichmäßigen und klümpchenfreien Auftrag regelmäßig die Bürste gut reinigen  oder alternativ zum Long & Swing Mascara von Manhattan greifen – diese Mascara hat eine der besten Bürsten überhaupt! ❤

Maybelline Brow Drama getönte Augenbrauen-Mascara (dark blond)

browdrama

Nach demselben Prinzip wie bei meiner letzten Haarefärbeaktion (Schwarz + Hellaschblond = Aschbraun) geht es nun bei den Augenbrauen weiter – die sollen ja schließlich farblich zur Mähne passen. Der Brow Drama von Maybelline hält die Brauen den ganzen Tag in Form, auch wenn man in der Sonne unterwegs ist, und bröselt nicht. Außerdem lässt er sich problemlos abschminken.

Tipp: nur mit leichter Hand auftragen, für ein deckenderes Ergebnis (z.B. bei sehr dunklen / schwarzen Augenbrauen) auch vorsichtig gegen die Wuchsrichtung bürsten, um die feinen Härchen komplett einzuhüllen. Funktioniert auch bei dunklen Brauen super!

Maybelline Baby Lips Hydrate

babylips

Auch die Lippen sind im Sommer dankbar für ein Mehr an Feuchtigkeit. Mit dem Baby Lips Hydrate von Maybelline speichert die zarte Haut die Feuchtigkeit nicht nur länger. Der leichte Balsam hat einen leicht aufpolsternden Effekt sowie einen leckeren Duft, er schenkt verführerischen Glanz und schützt mit LSF20.

Tipp: anstelle von Gloss über Lippenstift oder Lip Tint benutzen, oder für einen sanften, intensiv pflegenden Sommerschimmer mit einer der anderen (weniger feuchtigkeitsspendenden) Sorten wie Peach Kiss oder Cherry Me kombinieren.

Welches sind eure Sommer-Favoriten?

Liebe Grüße,

Luna

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Top Fails – Fünf fiese Fehlkäufe

Hallo Ladies,

jeder greift mal daneben. Entweder hatte man einen schlechten Tag, war von übermäßiger Experimentierfreude beseelt, ist von Haus aus ein Verpackungsopfer oder schlicht und einfach dem Marketing auf den Leim gegangen – und schon liegen sie in der hintersten Schublade versteckt: Dinge, die frau niemandem weiterempfehlen würde!

Hier sind meine 5 Top-Fails.

Uma-Pinsel

1. uma Kabuki-Pinsel

Er war günstig. Seeehr günstig. Vielleicht passt deswegen zu diesem Pinsel nur ein einziges Zitat: „Mischung aus einem Nichtsnutz, der nichts taugt, und einem Taugenichts, der nichts nutzt“. Abgesehen davon, dass der Kabuki-Pinsel wahnsinnig harte, pieksende Borsten hat und einem damit die sorgfältig aufgebrachte Foundation aus dem Gesicht schabt, haart er auch noch wie ein Husky beim Fellwechsel. Wofür könnte man so ein Utensil bloß zweckentfremden? Seit diesem Fehlkauf mache ich jedenfalls einen großen Bogen um die uma-Theke.

Essence Eyebrow Stylist

2. Essence Augenbrauen-Stylist

Ich mag die Sachen von Essence. Deswegen vertraut man manchmal blind und geht davon aus, dass man damit nicht viel falsch machen kann. Böser Fehler. Das Augenbrauen-Set im USB-Stick-artigen Case kommt mit für mich unnützen Augenbrauenschablonen. Die beiden Puderfarben ermöglichen genau zwei Looks: den unsichtbaren Null-Effekt bei der hellen und den buschigen Theo-Waigel-Style bei der dunklen Nuance. Werden die kreidigen Farben mit dem drahtigen Minipinsel entnommen, staubt es wie auf einer Baustelle. Leider ändert sich das Dilemma auch mit anderen Pinseln nicht, und der verzweifelte Versuch, aus der hellen Nuance wenigstens noch eine getönte Augenbrauenmascara herzustellen, ist ebenfalls fehlgeschlagen. Einziger Nutzen: in dem Case könnte man wirklich kleinere USB-Sticks aufbewahren..

Catrice-Concealer

3. Catrice Concealer-Palette

Man hört viel Gutes von Catrice. Verhört habe ich mich offenbar bei dieser kleinen Palette, die rein gar nichts für einen tut. Die ölig-schmierige Konsistenz der einzelnen Concealer führt zu einem ungleichmäßigen Fleckenlook, der heikle Stellen (Augenringe, Pickel etc) nicht abdeckt, sondern zum peinlichen Hingucker macht. Ein weiteres No-Go: die starke Parfümierung, die einem beim Auftragen die Tränen in die Augen treibt (sic). Während der Mottenkugel-Geruch lange hält, verabschiedet sich der Concealer (falls man das Wunder des gleichmäßigen Auftragens vollbracht hat) bereits nach einigen Minuten in die feinen Linien und Fältchen. Für mich ein absolutes Horror-Produkt!

Essence-Concealer

4. Essence Stay Natural Concealer

Machen wir gleich bei den Concealern weiter. Und leider kriegt hier wieder Essence eine schlechte Bewertung. Der Applikator dieses Concealers ist ein kleiner Pinsel mit Kunststoffborsten, der zwar nicht piekst, aber die ziemlich flüssige Substanz auf der Haut auch nur hin- und herschiebt. Wenn man lange genug klickt, schüttelt und herumpinselt, arbeitet man den Concealer wunderbar in Linien und Fältchen ein, ohne überhaupt irgendeinen Abdeckeffekt zu sehen. Auch mit anderen Pinseln ändert sich nichts, es ist überhaupt keine Deckkraft vorhanden.  Dafür aber jede Menge Glanz, der die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Augenringe vom durchzechten Wochenende lenkt.

L'Oréal Youth Code

5. L’Oreal Youth Code Serum

Natürlich gibt es auch bei den „namhafteren“ Marken echte Fails. Dazu zählt für mich das Youth Code Serum, von dem empfindliche Häutchen tunlichst die Finger lassen sollten. Bei den ersten paar Anwendungen merkt man noch nichts (nebenbei erwähnt auch keinen Verjüngungseffekt), doch dann kommt alles auf einmal: Kribbeln, Brennen, ausgetrocknete Stellen und rotfleckiger Ausschlag, der mindestens eine Woche zum Abheilen benötigt. Offenbar kommt das öfter und auch bei normalen Hauttypen vor, wenn man sich im Nachhinein mit juckendem Gesicht andere Reviews zu Youth Code durchliest. Tja, die hätte ich besser vor dem Kauf lesen sollen. Bis jetzt gruselt es mich, wenn ich das Fläschchen in meiner Schublade sehe.

Welches war euer schlimmstes Produkt – und was macht ihr mit euren Fehlkäufen? Wegwerfen, bunkern, an die ätzende Kollegin im Büro verschenken? 

Liebe Grüße,

Luna